Call for Papers

Liebe KollegInnen

Im Anschluss an unsere Stellungnahme zu ethischen Fragen in der empirischen Forschung möchte die Arbeitsgruppe für Ethik und Deontologie (AED) der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft (SEG) die Diskussion erweitern und bietet ForscherInnen die Möglichkeit sich mit Fallbeispielen daran zu beteiligen. Diese Fallbeispiele werden auf der Website der Zeitschrift Tsantsa in Form von kurzen Essays veröffentlicht werden. Sie sollen auf Forschungserfahrungen der AutorInnen basieren und die ethischen Herausforderungen dokumentieren, die sich den Forschenden konkret gestellt haben. Die AutorInnen sollten zudem erläutern, welche Lösungen sie für die jeweiligen Probleme gefunden haben.

Zu jedem Fallbeispiel wird die AED den Kommentar mindestens einer weiteren AutorIn veröffentlichen. Die Mitglieder der AED verstehen sich dabei nicht als «Kontrolleure» oder «Garanten» von Ethik und distanzieren sich von einer moralisierenden Haltung. Die Fallbeispiele sollen vielmehr dem Erfahrungsaustausch, der Diskussion und der kollektive Reflexion dienen. Wir laden potenzielle AutorInnen ein, sich mit den ethischen Problemen auseinanderzusetzen, mit denen sie sich im Laufe ihrer Forschung konfrontiert sahen. Damit kann die Vielfalt von Antworten illustriert werden, die Ethnologen in Auseinandersetzungen mit ethischen Fragen und den Eigenheiten des jeweiligen Forschungsfeldes entwickeln. Somit wird gezeigt, dass geläufigen ethischen Fragen eine grosse Bandbreite möglicher Antworten gegenübersteht, was die Epistemologie der Sozialwissenschaften widerspiegelt.

Die Beiträge können auf Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst werden und sollten sich auf einen wesentlichen Moment der Forschung konzentrieren:

  • Feldforschung (Vorbereitung, Feldforschung oder Rückkehr)
  • Restitution der Ergebnisse
  • Lehre
  • Veröffentlichung und Archivierung


Es werden Beiträge bevorzugt, welche nicht nur die Spezifität der ethischen Frage vom Standpunkt der ForscherIn gegenüber anderen Institutionen unterstreichen, sondern insbesondere auch aufzeigen, wie Lösungen in Auseinandersetzung mit den verschiedenen ForschungsteilnehmerInnen ausgehandelt werden sind. Die schriftlichen Kommentare zielen anschliessend auf die konstruktive Diskussion der Fallbeispiele. Sie dienen weniger deren Kritik, sondern sollen eine oder mehrere der darin aufgeworfenen ethischen Fragen vertiefen. Die KommentatorInnen können dabei eigene Forschungserfahrungen einbringen oder den Fokus auf allgemeine und theoretische Aspekte der Ethik in den Sozialwissenschaften legen.

Wir laden Sie ein, uns Ihren Beitrag im Umfang von 8'000 bis 10'000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zusammen mit einer Zusammenfassung von 1'500 Zeichen (inklusive Leerzeichen) oder Ihren Kommentar im Umfang von 6'000 bis 10'000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zu jeder Zeitper e-Mail an folgende Adresse zu senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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