Laufende Forschungen

Ausgabe 12

Soziale Netzwerke und Zugehörigkeiten

Eine Schweizerische Kleinstadt in Zeiten der Globalisierung

Seite 129
Janine Dahinden

Städte sind seit jeher Orte intensivierter Vielfalt. So erstaunt es nicht, dass sich zahlreiche AutorInnen seit geraumer Zeit die Frage stellen, wie sich die Pluralität der Städte integrieren und soziale Kohäsion herstellen lässt (Park et al. 1967; Simmel 1908). Diese Frage erhält heute unter der Bedingung von Globalisierungsprozessen, verstärkten Migrationsbewegungen, dem Entstehen von transnationalen Räumen sowie von umstrukturierten Ökonomien neue Aktualität: Städte sind heutzutage nicht nur in kultureller Hinsicht Kristallisationspunkte von «Superdiversity» (Vertovec 2006) und «Mixity» (Grillo 2005), sondern sie bringen zugleich auch neue Formen von sozialer Ungleichheit hervor. Von Interesse ist daher die Frage, wie sich unter solch veränderten Bedingungen Zugehörigkeit und Ausschluss bilden und wie die zu beobachtende Heterogenität in Städten strukturiert wird.