Rezensionen

Ausgabe 8

Rezension: Die antirassistische Bewegung in der Schweiz

Organisationen, Netzwerke und Aktionen. Eine empirische Studie

Brigitta Gerber

Seite 191
Rebekka Ehret

Natürlich kenne auch ich die guten Gründe, warum man eine Dissertation zu einem dem eigenen Forschungsgebiet nahestehenden Thema besprechen sollte. Deshalb empfehle ich die Dissertation von Brigitta Gerber nicht nur all jenen SozialwissenschaftlerInnen, die zu Antirassismus respektive Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus, Xenophobie, Integration und Segregation forschen, sondern auch denjenigen, die sich in verschiedensten Berufsfeldern mit den genannten Sachgebieten auseinandersetzen (müssen). Die detaillierte Beschreibung der vielfältigen Organisationen (die Autorin nennt sowohl Personen als auch Institutionen und Gruppierungen «antirassistische Akteure»), deren Sinn und Zweck die Rassismusbekämpfung in der Schweiz ist, zeugt von exakter Recherche und methodisch solider Interview- respektive Transkriptionsarbeit. So gerät man denn immer wieder ins Staunen angesichts der enormen Bandbreite von Organisationen und Tätigkeiten.